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Kunst hat nicht nur eine rein ästhetisch-gestalterische Funktion
und Dimension. Es sind die unkonventionellen und andersartigen Denk-, Sicht- und Handlungsweisen, die das Kunstschaffen auszeichnen. Dementsprechend liegt in den erweiterten Handlungsfeldern künstlerischen Schaffens und Vermittelns die große Herausforderung: Dort, wo an die Stelle des Werkes als Objekt soziale und offene Handlungen, Prozesse, Konzepte, Ereignisse oder virtuelle Manifestationen treten. Dort, wo Mitgestaltung gesellschaftlich relevant ist. Das kann in der Politik, der Wirtschaft, der Wissenschaft sein, wo neue Kooperationsformen und Austauschbeziehungen entstehen können. Oder in unserer Alltagskultur, die es Künstlern
und Kunstschaffenden ermöglicht, ihre autonome Tätigkeit, ihre Werthaltungen und ihre Kreativität dort einzuschleusen, wo „das Leben“ stattfindet. Denn Kunst ist Teil und nicht Gegenteil unseres bestehenden gesellschaftlichen und ökonomischen Systems. |
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